Der Brelinger Berg ruft – Exkursion der Erdkunde -EA-Kurse Q1 (BFZ und BGS)
Am 03. September 2026 verließ eine Gruppe angehender Geografinnen und Geografen in Begleitung von Frau Bohnhof-Zuschke, Herrn Borgscheiper und Herrn Harbeke um 8 Uhr das bekannte Sehnde und erreichte nach einer etwa halbstündigen Busfahrt den GeoErlebnispfad Brelinger Berg bei Bennemühlen nördlich von Hannover. Nach einer kurzen Begrüßung am Treffpunkt beim Friedhof Bennemühlen startete bereits der gemeinsame Einstieg in die Glaziale Serie durch die Geologin Frau Dr. Athen. Sie zeigte der Gruppe anschaulich, wie die Gletscher der Weichsel-Eiszeit vor ca. 11 000 Jahren die Landschaft in Norddeutschland formten. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei ihr Wissen aus dem vorangegangenen Unterricht passend einbringen. Danach wurde die Gruppe aufgeteilt, sodass eine Hälfte zuerst mit Frau Athen den Erlebnispfad entlangging und die lokalen geologischen und geografischen Besonderheiten entdecken konnte.
Während dieses ca. 6 km langen Spaziergangs gingen die Schülerinnen und Schüler für ca. 2,5 Stunden in direkten Kontakt mit verschiedenen Gesteinen, namentlich Sedimentiten (Ablagerungsgesteine), Magmatiten (Vulkangesteine) und Metamorphiten (Umwandlungsgesteine). Verschiedene Findlinge, die von den Gletschern aus Skandinavien mitgeführt wurden, prägten den Weg. Doch auch das feinere Material, das die Gletscher(winde) in die Region brachten, blieb nicht unerwähnt: mehrere Sandgruben zeigten den Abbau von Material, der für die Zementherstellung unerlässlich ist und wegen seiner besonderen Eigenschaften sogar nach Saudi-Arabien exportiert wird, und ließen sogar Blicke auf voreiszeitliche Relikte der Kreidezeit zu.
Die andere Hälfte der Gruppe erarbeitete sich in Kleingruppen in dieser Zeit die geologischen Grundlagen: der Kreislauf der Gesteine, der Schalenbau der Erde und die Glaziale Serie wurden von den Schülerinnen und Schülern aufgefrischt oder teilweise auch neu erlernt. Sogar das Gewicht eines Findlings wurde bestimmt. Aber auch andere wichtige Bereiche blieben hier nicht unbeachtet. Für die Beschaffenheit und Qualität eines Bodens sind Zeigerpflanzen (z. B. Heidelbeeren und Kiefern als Hinweis für saure Böden) und auch die Bodenlebewesen unerlässlich – so bestimmte die Gruppe verschiedene Baumarten und nahm Asseln, Spinnen und Käfer genauer unter die Lupe. Damit ist ein guter Überblick auf eine Endmoränen-Landschaft im Übergang zu Sanderflächen erarbeitet worden. Nach einer kurzen Pause wechselten sich die Gruppen mit dem Programm ab.
Schließlich trat die große geografische Gruppe gegen 15 Uhr den Weg zurück nach Sehnde an, voller neuer Informationen und Eindrücke im Gepäck, vielleicht auch mit dem einen oder anderen Stein im Schuh.
(Text und Fotos: HBK)












